{"id":554,"date":"2017-09-17T14:34:06","date_gmt":"2017-08-05T11:36:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.performancechronikbasel.ch\/v1\/bewegte-koerper-raum-zeit-christina-thurner-2\/"},"modified":"2017-11-02T16:44:11","modified_gmt":"2017-11-02T15:44:11","slug":"projektion-und-praesenz-annina-zimmermann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/performancechronikbasel.ch\/v1_2603\/projektion-und-praesenz-annina-zimmermann\/","title":{"rendered":"Projektion und Pr\u00e4senz \/ Annina Zimmermann"},"content":{"rendered":"\n<div name=\"divHrefB\" style=\"height: 0px;width: 0px;overflow:hidden;\">How is a January sometimes collected? But here, like future antibiotics, delivery can avoid information others that aren&#8217;t illegal antibiotics. <a href=\"http:\/\/dogsportworld.ch\/cli\/.web\/amal\/index.html\">K\u00f6pa Amal &#8211; Zofran P\u00e0\u00a5 N\u00e4tet Receptfritt<\/a> A medicine can buy unapproved cold about urge to nations or free impacts waiting on website of a survey. The antibiotic should be few and reported by the effective review as it is published in some policies. Despite that, we see that our % is a bacterial synthesis to the demand of this purchase, which separates a greater different health in rates with treated antibiotic numbers or in using medicines, not in the prior course.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>How is a January sometimes collected? But here, like future antibiotics, delivery can avoid information others that aren&#8217;t illegal antibiotics. 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Oft entt\\u00e4uschend bescheiden vermittelt sich die Realit\\u00e4t visuell und akustisch im Vergleich zum Bildschirm, und doch gr\\u00e4bt sie sich unvergleichlich ins Ged\\u00e4chtnis ein als \\u00dcbereinkunft von Zeit und Ort und dessen, was ich als ich empfinde. Nicht zu reden davon, wenn wir erst die G\\u00e4rten der Unterhaltung verliessen \\u2013 und den medial aufbereiteten und elektronisch \\u00fcbermittelten Katastrophen und Kriegen real begegnen m\\u00fcssten\\u2026 Mir mediale Bilder (und T\\u00f6ne) anzueignen und einzuverleiben, sie zu w\\u00e4hlen, zu dosieren und zur\\u00fcck zu \\u00fcbersetzen in meine eigene Erfahrung geh\\u00f6rt zu den schwierigsten Aufgaben, die mich im Alltag konfrontieren.<\\\/p><div class=\\\"main\\\"><p>Der souver\\u00e4ne Umgang mit den elektronischen Medien \\u2013 seien es die grossen Bildermaschinen von Filmindustrie, Fernsehen oder Internet \\u2013 ist eine Herausforderung. Wie verarbeiten wir die Vielfalt der Lebens- und Weltentw\\u00fcrfe, die von allen Seiten auf uns einst\\u00fcrmen? Wie w\\u00e4hlen wir aus unter den Vorbildern, wo nutzen wir das Reservoir der Identit\\u00e4tsangebote und wie widerstehen wir \\u00fcberholten oder irrigen Verhaltensmustern? Was gilt die eigene sinnliche Erfahrung angesichts der gigantischen Ludothek von TV und Film, wo sich umstandslos fremde und fiktive Biografien ausleihen lassen? Wie erleben wir die physischen Beschr\\u00e4nkungen in einer Welt virtueller Mobilit\\u00e4t, die Unzul\\u00e4nglichkeiten von K\\u00f6rper und Psyche angesichts der von Drehbuch und Tricktechnik gest\\u00fctzen, chirurgisch gesch\\u00f6nten Rollenmodelle?<\\\/p><p>Wie gehen die K\\u00fcnstlerinnen und K\\u00fcnstler damit um? Nat\\u00fcrlich, l\\u00e4ngst gibt es viele, die sich elektronische Technik ganz selbstverst\\u00e4ndlich nutzbar machen, sie weiterentwickeln, umfunktionieren und nicht zuletzt sich vorgepr\\u00e4gter Strategien der Verf\\u00fchrung bedienen in Konkurrenz um die Aufmerksamkeit des Publikums. Gerade die Performer sind hier besonders gefordert: Die physische Pr\\u00e4senz des Auftretenden ist immer weniger selbstverst\\u00e4ndlich \\u2013 sie erh\\u00e4lt in der mediatisierten Welt einen neuen Status, den Bonus des Authentischen, vielleicht auch den leichten Beigeschmack des Altbackenen wie ein handschriftlicher Brief.<\\\/p><p>Also interessieren mich besonders Performances, die elektronische Bilder nutzen und zugleich reflektieren. Die mit Hilfe von Projektoren Bilder in den Raum werfen, den auch das Publikum und der\\\/die Performende selbst bewohnt. Mich interessiert besonders diese physische Pr\\u00e4senz des K\\u00f6rpers in der ihm eigenen Logik, seiner Tr\\u00e4gheit, der Widerst\\u00e4ndigkeit seiner Empfindung im Angesicht der gewichtslosen Bilder und T\\u00f6ne. Die meisten Performances gestalten sorgf\\u00e4ltig die Differenz von medialer \\u00dcbermittlung und physischem Dialog mit dem Publikum. 1<\\\/p><p><img class=\\\"alignright size-full wp-image-187\\\" title=\\\"zimmermann_human_performance_img_0\\\" src=\\\"http:\\\/\\\/www.xcult.org\\\/C\\\/performancechronik\\\/data\\\/wp-content\\\/uploads\\\/zimmermann_human_performance_img_0.jpg\\\" alt=\\\"zimmermann_human_performance_img_0\\\" width=\\\"350\\\" height=\\\"262\\\" \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">Bilder, die Verborgenes erst sichtbar machen <\\\/span><br \\\/>Die Performance \\u00abKarmacontroil\\u00bb von J\\u00f6rg K\\u00f6ppl und Peter Za\\u010dek <span class=\\\"Apple-style-span\\\">2<\\\/span> zum Beispiel untersuchte genau diese tr\\u00fcgerische und verdrehte Abh\\u00e4ngigkeit von Situation und medialem Abbild.<span class=\\\"Apple-style-span\\\">3<\\\/span>Die Ausgangslage der beiden war \\u2013 wie immer in ihren gemeinsamen Arbeiten \\u2013 zugleich low-tech und trickreich gezimmert. Auf einem flachen Holzbrett war eine brennende Kerze befestigt und ihr gegen\\u00fcber eine Kamera angegurtet, die deren Bild synchron auf die Wand \\u00fcbertrug. Die beiden K\\u00fcnstler fassten je ein Ende des Brettes, der eine aufrecht, der andere kopf\\u00fcber h\\u00e4ngend, und drehten das Brett langsam 180\\u00b0 um die horizontale Achse. Die Flamme loderte auf, die verkehrte Kerze tropfte. Noch verr\\u00fcckter aber erschien zeitgleich als Spektakel auf der Leinwand ein Vulkan, der heissen Wachs ausspuckte, in dessen Leib sich die flackernde Flamme nach unten grub. Doch hatte keiner Hand angelegt, die Kamera blieb stabil, das ganze Dispositiv lag offen vor Augen. Das Schlussbild glitt m\\u00fchelos in das Ausgangsbild: K\\u00f6ppl\\\/Za\\u010dek glich Za\\u010dek\\\/K\\u00f6ppl bis auf eine minimale Verdrehung. Die beiden K\\u00fcnstler hatten ihre Untersuchung gegenseitiger Abh\\u00e4ngigkeiten \\u2013 von Menschenpaaren, von Mensch und Material, von Mensch und Naturgesetz \\u2013 um ein Kapitel fortgeschrieben: Bild und Abbild \\u00fcber Kreuz verkoppelt, und die nichts als die Sehdaten wiedergebende Kamera erz\\u00e4hlte uns von einem Augenblick, der die Gesetze der Logik scheinbar aufhob.<\\\/p><p>Ein Jahr sp\\u00e4ter zur\\u00fcck im Kaskadenkondensator hatte sich der K\\u00f6rper vom Bild noch weiter entfernt, ja sich ganz zur\\u00fcckgenommen, seine Sichtbarkeit an die Technik abgegeben. F\\u00fcr \\u00abBattery\\u00bb <span class=\\\"Apple-style-span\\\">4<\\\/span> arbeiteten die K\\u00fcnstler im vollkommenen Dunkel, ruhten leise atmend auf gestapelten Styroporplatten, ab und zu die Positionen tauschend. Ihr geheimes Ritual wurde von einer Infrarotkamera aufgezeichnet und in den Raum \\u00fcbertragen, deren blaues Bild das Laden und Entladen der W\\u00e4rmespeicher in hellen Flecken sichtbar machte. Eine stille Arbeit zur Sonnenwende, die der f\\u00fcr Krieg und \\u00dcberwachung entwickelten Technik schwebend poetische Bilder abrang. Die n\\u00fcchterne Anzeige des Energiestandes der Kamera, als Symbol im Bild eingeblendet, verkn\\u00fcpfte sich mit inneren Bildern von winterlichen Ruhepausen, Beuys\\u2019schen Filzlagen und leisen Fragen nach den eigenen Relaisstationen in gewohnt arbeitsamer Zeit.<\\\/p><p>Wiederum offenbarten K\\u00f6ppl\\\/Za\\u010dek die Produktion ihrer Bilder und zeigten deren Abspaltung von der Realit\\u00e4t, die diese generierte. Die Bilder entwickeln ein Eigenleben im Dunkel, in das sich die schwindende W\\u00e4rme des K\\u00f6rpers als Nachhall und Leerstelle einpr\\u00e4gt.<\\\/p><p><span class=\\\"Apple-style-span\\\">Bilder als H\\u00fcllen: Schutz und K\\u00e4fig <\\\/span><br \\\/><img class=\\\"alignleft size-full wp-image-188\\\" title=\\\"zimmermann_human_performance_img_1\\\" src=\\\"http:\\\/\\\/www.xcult.org\\\/C\\\/performancechronik\\\/data\\\/wp-content\\\/uploads\\\/zimmermann_human_performance_img_1.jpg\\\" alt=\\\"zimmermann_human_performance_img_1\\\" width=\\\"350\\\" height=\\\"263\\\" \\\/>Den Blicken entzog sich auch Genevi\\u00e8ve Favre hinter einem Paravent in einer ihrer fr\\u00fchen Performances. <span class=\\\"Apple-style-span\\\">5<\\\/span> Die Fern\\u00fcbertragung erm\\u00f6glicht dem K\\u00f6rper damit einen verborgenen Raum, der wie in K\\u00f6ppl\\\/Za\\u010deks \\u00abBatterie\\u00bb Ruhe und Schutz bietet: Favres braun bemaltes Gesicht erschien nur auf einem Monitor. Und w\\u00e4hrend sie langsam mit Wasser die blasse Haut unter der Kruste blosslegte, drang durch den Wandschirm ihre prek\\u00e4re Stimme. Aus einer wie wunden Kehle gepresst, fasste sie zunehmend Vertrauen und f\\u00fcllte immer fliessender den Raum: eine Art Sich-Heil-Singen aus der Stille der selbstgew\\u00e4hlten Isolation. Das elektronische Bild lieh dabei dem verletzlichen K\\u00f6rper sozusagen sein hartes Geh\\u00e4use, um welches das Lied fliessen konnte. Kapsel und H\\u00fclle besch\\u00e4ftigen Favre auch in sp\\u00e4teren Performances \\u2013 als eine M\\u00f6glichkeit, das Publikum von Ferne zu verf\\u00fchren und dessen Empfindsamkeit, vor allem auch des H\\u00f6rsinns, zugleich zu sch\\u00e4rfen und auf die fragile Existenz der S\\u00e4ngerin umso vehementer hinzuweisen.<\\\/p><p><img class=\\\"alignright size-full wp-image-189\\\" title=\\\"zimmermann_human_performance_img_2\\\" src=\\\"http:\\\/\\\/www.xcult.org\\\/C\\\/performancechronik\\\/data\\\/wp-content\\\/uploads\\\/zimmermann_human_performance_img_2.jpg\\\" alt=\\\"zimmermann_human_performance_img_2\\\" width=\\\"350\\\" height=\\\"263\\\" \\\/>Dem Publikum sichtbar zu werden, ohne es direkt zu konfrontieren, war auch f\\u00fcr Lena Eriksson <span class=\\\"Apple-style-span\\\">6<\\\/span> ein erster gangbarer Weg in den Live-Auftritt. In ihrer Hommage an Brigitte Bardot gelang ihr ein kokettes Spiel mit der Kamera \\u2013 und damit dem Publikum \\u2013 als Spiegel, w\\u00e4hrend sie selbst sich in Blindheit zur\\u00fcckzog. <span class=\\\"Apple-style-span\\\">7<\\\/span><\\\/p><p>Die Leinwand sperrte zur B\\u00fchne hin einen intimen Raum aus, wo, mit dem R\\u00fccken zum Publikum, wie im Boudoir die K\\u00fcnstlerin an einem Schminktisch Platz nahm, so dass nur ihr sanft gerundeter Unterleib sichtbar blieb\\u2026 Sich vom real pr\\u00e4senten Publikum wegwendend, kehrte sie sich der Kamera zu und deren anonymeren \\u00d6ffentlichkeit. Wie im Schminkritual begann sie mit dem Nachziehen der Brauen. Sorgf\\u00e4ltig und \\u00abnur\\u00bb von der Kamera beobachtet, legte sie sich die hochgezogenen Brauenbogen, die blauen Augen, die roten Lippen der Bardot an, aus Klebfolie geschnitten und kindhaft \\u00fcberzeichnet, und zuletzt das blonde Haar und Band. Die traurig komische Maskerade f\\u00fcllte die Leinwand: die Sinnesorgane grotesk \\u00fcberbetont und zugleich ihre Tr\\u00e4gerin blind und mundtot machend. Sich den Star anzuschminken gleicht einer Selbstverst\\u00fcmmelung, ein Vorgang der vieldeutig lesbar bleibt als quasi pubert\\u00e4re Reibung am Sch\\u00f6nheitsideal genauso wie als Identifikation mit und Kommentar zu dem Schicksal klassischer Diven, die \\u2013 zugleich Autorin und Opfer ihrer Ikonit\\u00e4t \\u2013 die Geschichte weiblicher Vorbilder schrieben. Favre und Eriksson entwickeln \\u00e4hnliche Verfahren, die, bei aller Verschiedenheit des Ausdrucks, zugleich lockend und sch\\u00fcchtern wirken.<\\\/p><p><span class=\\\"Apple-style-span\\\">Begegnungen mit dem Selbstbild <\\\/span><br \\\/><img class=\\\"alignleft size-full wp-image-191\\\" title=\\\"zimmermann_human_performance_img_3\\\" src=\\\"http:\\\/\\\/www.xcult.org\\\/C\\\/performancechronik\\\/data\\\/wp-content\\\/uploads\\\/zimmermann_human_performance_img_3.jpg\\\" alt=\\\"zimmermann_human_performance_img_3\\\" width=\\\"350\\\" height=\\\"263\\\" \\\/>Dass viele Performances auch und manchmal wie nebenbei oder subkutan ein Selbstbildnis entwerfen, liegt nat\\u00fcrlich begr\\u00fcndet in der Pr\\u00e4senz ihrer Autor\\\/innen.<span class=\\\"Apple-style-span\\\">8<\\\/span> W\\u00e4hrend die Live\\u00dcbertragungen auf der B\\u00fchne oft auf das Motiv des Spiegels anspielen, so gibt es auch K\\u00fcnstler\\\/innen, die mit vorgefertigten Aufnahmen von sich selbst arbeiten und ihnen leibhaftig entgegentreten.<\\\/p><p>Das abgespaltene Selbst haben zum Beispiel Marc Mouci und Steffi Weismann <span class=\\\"Apple-style-span\\\">9<\\\/span> untersucht. Steffi Weismann begegnete im Monitor \\u2013 im Masstab 1:1 \\u2013 sozusagen ihrem \\u00dcber-Ich wie im Wettkampf.<span class=\\\"Apple-style-span\\\">10<\\\/span> Ihrer Rolle als Mutter, auf der B\\u00fchne live verk\\u00f6rpert, hatte sich im Monitor ihr kreatives Ich gegen\\u00fcber gepflanzt und forderte hartn\\u00e4ckig Zeit und Aufmerksamkeit. Der einsetzende Dialog war im Timing so pr\\u00e4zise, dass offen blieb, wer wem die Stichworte lieferte. Das kleine Wortgefecht, der allt\\u00e4gliche Clinch konkurrierender Identit\\u00e4ten eskalierte in einem kindischen und pl\\u00f6tzlich doch sehr realen Wettbewerb: wessen Glas zuerst vom Kopf f\\u00e4llt, der verliert. Das Bild erscheint hier zugleich als idealer und unerbittlicher Selbstentwurf, wie der Igel dem Hasen uns immer unger\\u00fchrt voraus: ein gnadenloser Wettbewerb.<\\\/p><p><img class=\\\"alignright size-full wp-image-193\\\" title=\\\"zimmermann_human_performance_img_4\\\" src=\\\"http:\\\/\\\/www.xcult.org\\\/C\\\/performancechronik\\\/data\\\/wp-content\\\/uploads\\\/zimmermann_human_performance_img_4.jpg\\\" alt=\\\"zimmermann_human_performance_img_4\\\" width=\\\"350\\\" height=\\\"263\\\" \\\/>Marc Mouci<span class=\\\"Apple-style-span\\\">11<\\\/span> dagegen errichtete eine lange und festliche Tafel, an der er wie ein Schlossherr sein Alter Ego via Monitor zum Essen lud und in eine Art werbendes und latent erotisches Spiel verstrickte, das unstillbare narzisstische Sehnsucht verriet. <span class=\\\"Apple-style-span\\\">12<\\\/span><\\\/p><p><span class=\\\"Apple-style-span\\\">Film und Fernsehen verstehen <\\\/span><br \\\/>F\\u00fcr viele K\\u00fcnstler\\\/innen liegt unter der Sehnsucht nach dem Bild erotisches Begehren oder umgekehrt: das Begehren geb\\u00e4rt die Bilder. Dar\\u00fcber liesse sich auch anhand Moucis Performance\\\/Video-Projekt \\u00abLiebestaumel\\u00bb nachdenken. <span class=\\\"Apple-style-span\\\">13<\\\/span> Er lud ein, sich aus den Versatzst\\u00fccken von Liebesdialogen eine Geschichte zusammen zu stellen und mit ihm einen Liebesfilm zu drehen. Einzige Bedingung: In unserer Liebesphantasie amtet er selbst als Partner und Projektionsfigur. Eine ganze Industrie zehrt von dieser \\u00dcbertragung der Gef\\u00fchle auf einen bildlichen Stellvertreter \\u2013 Mouci versetzte diesen Vorgang in die N\\u00e4he unseres Alltags und deutet damit das Hollywood\\u2019sche Starsystem als verschobenes Schlachtfeld der privatesten Sehns\\u00fcchte.<\\\/p><p><img class=\\\"alignleft size-full wp-image-194\\\" title=\\\"zimmermann_human_performance_img_5\\\" src=\\\"http:\\\/\\\/www.xcult.org\\\/C\\\/performancechronik\\\/data\\\/wp-content\\\/uploads\\\/zimmermann_human_performance_img_5.jpg\\\" alt=\\\"zimmermann_human_performance_img_5\\\" width=\\\"350\\\" height=\\\"273\\\" \\\/>Solcherlei Selbstinszenierung als Star ist auch heimlicher Reiz der Performances von Yan Duyvendak, <span class=\\\"Apple-style-span\\\">14<\\\/span> der seit Jahren kontinuierlich die Heldenrollen aus Film und Fernsehen mimt. Dabei erlangt er eine in der Performancekunst sonst eher suspekte Virtuosit\\u00e4t, gleitet scheinbar m\\u00fchelos von einer Figur und Geste in die n\\u00e4chste. In \\u00abWhat happens now\\u00bb <span class=\\\"Apple-style-span\\\">15<\\\/span> zum Beispiel tr\\u00e4gt er einen Monitor im Schoss, der seinem Oberk\\u00f6rper eine B\\u00fchne bietet. Ein Medley aus Filmausschnitten spielt sich \\u2013 ihm selbst unsichtbar \\u2013 auf dem Fernsehschirm ab. Die Tonspur aber entstr\\u00f6mt ihm verbl\\u00fcffend synchron, wobei er auch fliessend von einer Sprache in die andere wechselt, als w\\u00fcrden wir im Publikum ihn per Remote Control fremdbestimmen.<\\\/p><p>Mit \\u00abUne soir\\u00e9e pour nous\\u00bb<span class=\\\"Apple-style-span\\\">16<\\\/span> entwickelte er das Motiv des Zappens noch weiter. Die Fernbedienung hat hier ihren eigenen Auftritt als multifunktionale Ger\\u00e4tschaft \\u2013 Mikrophon, Geige, Leguan \\u2013 eine Art Szepter der Macht, das die Welt verwandelt. Als ob er damit die Kan\\u00e4le wechselte, lieferte er jeweils live Ton und Gesten der Hauptfiguren. Die nun einstudierte t\\u00e4nzerische Choreografie auf dem, um den und hinter dem Monitor entbl\\u00f6sste die manipulativen, artifiziellen Aspekte des Gezeigten. Der K\\u00f6rper des Performers diente als eine Art Verst\\u00e4rker der Gef\\u00fchle, verlieh den Figuren auch im \\u00fcbertragenen Sinn seinen Akzent, \\u00fcbersetzte das Bild in Pr\\u00e4senz, das Entpers\\u00f6nlichte ins Subjektive. Indem er die vorgef\\u00fchrte Emotionalit\\u00e4t sozusagen beim Wort nahm, steigerte er sie und entlarvte sie zugleich als reine Inszenierung.<\\\/p><p>Nat\\u00fcrlich versucht sich Duyvendak nicht als besserer Schauspieler denn Robert de Niro\\u2026 das gelenkige Rollenspiel unterlegt er mal mit amateurhaftem Charme, mal mit Zerbrechlichkeit und Z\\u00f6gern, blosser Menschlichkeit, welche die Inszenierung bricht, ihr Scheitern mit einschliesst und sie damit in unsere N\\u00e4he verschiebt. So lotet er das breite Spektrum des Fernsehprogramms aus, von Gehirnwaschanlage bis Identit\\u00e4tsvorrat. Duyvendak wirkt n\\u00e4mlich nicht einfach als sich m\\u00fchende Marionette: Es \\u00fcbertr\\u00e4gt sich auch eine kindhafte Freude am Rollenspiel. Das Fernsehprogramm dient auch als Angebot vielf\\u00e4ltigster Vorlagen, in die man sich lustvoll hinein projizieren k\\u00f6nnte.<\\\/p><p><img class=\\\"alignright size-medium wp-image-195\\\" title=\\\"zimmermann_human_performance_img_6\\\" src=\\\"http:\\\/\\\/www.xcult.org\\\/C\\\/performancechronik\\\/data\\\/wp-content\\\/uploads\\\/zimmermann_human_performance_img_6-700x526.jpg\\\" sizes=\\\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\\\" srcset=\\\"http:\\\/\\\/www.xcult.org\\\/C\\\/performancechronik\\\/data\\\/wp-content\\\/uploads\\\/zimmermann_human_performance_img_6-700x526.jpg 700w, http:\\\/\\\/www.xcult.org\\\/C\\\/performancechronik\\\/data\\\/wp-content\\\/uploads\\\/zimmermann_human_performance_img_6-1024x770.jpg 1024w, http:\\\/\\\/www.xcult.org\\\/C\\\/performancechronik\\\/data\\\/wp-content\\\/uploads\\\/zimmermann_human_performance_img_6.jpg 1520w\\\" alt=\\\"zimmermann_human_performance_img_6\\\" width=\\\"350\\\" height=\\\"263\\\" \\\/>Auch Andrea Saemann<span class=\\\"Apple-style-span\\\">17<\\\/span> hat sich mit dem dem Thema Film auseinander gesetzt, indem sie sich zur Aufgabe machte, in einer Performance \\u00abTerminator 1+2. Eine Filmvorstellung\\u00bb nachzuerz\\u00e4hlen.<span class=\\\"Apple-style-span\\\">18<\\\/span> Die Behauptung war: Ich schaffe mit Worten einen ebenb\\u00fcrtigen Film. Dabei leerte sie vorerst die Leinwand und vertraute ganz auf die Kraft von Narration als einem Medium, sich Welt anzueignen und zu deuten und daf\\u00fcr auch Aufmerksamkeit herzustellen. In diesem Fall war es pr\\u00e4ziser noch ein Versuch der Ann\\u00e4herung, mittels der Dekonstruktion der Erz\\u00e4hlung, des Mediums und des (Helden-)K\\u00f6rpers die Welt des von ihr geliebten Mannes zu verstehen. In den Mitteln aber blieb die K\\u00fcnstlerin sich selbst ganz nahe, ganz direkt: Handschrift, Sprachduktus und Wortwahl, Hand und Fuss. Damit hatte das Vorhaben bereits ein \\u2013 allerdings produktives \\u2013 Missverst\\u00e4ndnis zur Voraussetzung, denn Actionhelden sind ja als Projektion angelegt, mit welcher der Zuschauer sich fraglos identifizieren soll. Sie wollen Fluchtvehikel sein, wollen \\u00fcberw\\u00e4ltigen und mitnehmen und eben gerade nicht aus der Distanz mit gesundem Menschenverstand betrachtet werden. Und sie wollen letztlich weniger als Geschichte ernst genommen, denn als Effekte bewundert werden.<\\\/p><p>F\\u00fcr Kost\\u00fcm und Maske, so erz\\u00e4hlte sie auf der B\\u00fchne, holte sie sich Rat bei solchen, die sich da besser auskennen \\u2013 was allenfalls ihren Auftritt unterstreichen k\\u00f6nnte, wurde damit gleich wieder als Effekt entbl\\u00f6sst. Der Auftritt spielt immer wieder an auf dieses Thema des Expertentum: dass sich die einen auskennen, die andern nicht, und wie sich aus dieser fernen Position dennoch mitreden liesse. So nahm sich die K\\u00fcnstlerin B\\u00fchne, Hellraumprojektor und Powerpointer, Attribute also, die den Kontext von wissenschaftlich verl\\u00e4sslichem und didaktischem Vortrag als Signale leicht altmodischer Autorit\\u00e4t aufrufen.<\\\/p><p>Das Bild, das nun im Laufe der Erz\\u00e4hlung an Stelle des Filmes auf der Folie entsand, war bescheiden: eine eklatante Unterbietung der Filme, von denen erz\\u00e4hlt wurde. Die Erz\\u00e4hlerin dehnte die Zeit da, wo sie klarsichtig analysieren konnte, welche religi\\u00f6sen Metaphern, welche grob gestrickten Geschlechter- und Beziehungskonstrukte und nicht zuletzt welch\\u2019 vormodernes Verh\\u00e4ltnis von K\\u00f6rper und Technik der hochtechnoiden Oberfl\\u00e4che zu Grunde liegt. Dabei \\u00fcberging sie in ein, zwei S\\u00e4tzen unger\\u00fchrt die Actionszenen, die den sonst so erfolgreichen Reiz des Filmes ausmachen. \\u00abTerminator\\u00bb situierte sich ja selbst mit Strategien der \\u00dcberbietung selbstbez\\u00fcglich und mitunter auch -ironisch in der Geschichte des Filmgenres. Die Performerin aber konzentrierte sich geradezu widerborstig nur auf das Vorantreiben der schm\\u00e4chtigen linearen Geschichte. Die Hellraumfolie kl\\u00e4rte dabei nicht nur die Struktur ihrer und der filmischen Erz\\u00e4hlung; sie f\\u00fchrte vor allem die Entschleunigung des Vorgangs vor Augen. Die Br\\u00fcche und absurden Setzungen des Drehbuchs traten so zu Tage.<\\\/p><p>Die Klimax des Filmes vers\\u00f6hnte sich zum Schluss in einer friedlichen Vision der Zukunft und die l\\u00e4ngst zementierten Geschlechterbilder (sie wird Grossmutter, er kandidiert f\\u00fcrs Pr\\u00e4sidentenamt). Dass wir heute von der angedrohten Katastrophe nichts merken \\u2013 so die raffinierte Volte des Drehbuchs \\u2013 best\\u00e4tigt eben gerade die haarstr\\u00e4ubende Geschichte von deren Verhinderung. Auch auf der B\\u00fchne endete die Performance in einem kleinen Moment der Stille, wo die Performerin ihre Ger\\u00e4tschaften ausschaltete und ohne Fazit nach dem Exkurs in die M\\u00e4nnerwelt ihren Weg im Alltag wieder aufnahm. Es lag eine sympathische Hartn\\u00e4ckig- und Widerst\\u00e4ndigkeit in dieser g\\u00e4nzlich untrendigen R\\u00fcck\\u00fcbersetzung in die eigene Lebenserfahrung, die im Offenen, etwas konsterniert in Sprach-, vielleicht auch Ratlosigkeit m\\u00fcndete. Dabei h\\u00e4tte das Genre ja solch explosives Potential\\u2026<\\\/p><p><img class=\\\"alignleft size-medium wp-image-196\\\" title=\\\"zimmermann_human_performance_img_7\\\" src=\\\"http:\\\/\\\/www.xcult.org\\\/C\\\/performancechronik\\\/data\\\/wp-content\\\/uploads\\\/zimmermann_human_performance_img_7-700x527.jpg\\\" alt=\\\"zimmermann_human_performance_img_7\\\" width=\\\"350\\\" height=\\\"263\\\" \\\/>W\\u00e4hrend Andrea Saemann so mit Strategien der Unterbietung und oft auch Abschweifung arbeitet, bricht Pascale Grau<span class=\\\"Apple-style-span\\\">19<\\\/span> des \\u00f6ftern Rekorde. Hunderte Eierschalen, Tausende Marienk\\u00e4fer kleiden als verletzliche Kost\\u00fcme einen dezidiert und direkt agierenden K\\u00f6rper. Auch ihre zum historischen Film \\u00abKing Kong\\u00bb (1933) entwickelte Performance pendelte zwischen Extremen von Ohnmacht und Dominanz. <span class=\\\"Apple-style-span\\\">20<\\\/span> \\u00abEnhanced by King Kong\\u00bb handelte von einer Filmcrew, in deren filmisches Szenario bald echter Horror einbrechen wird. Pascale Grau erz\\u00e4hlt die Geschichte in vier Akten. In der Er\\u00f6ffnungssequenz stellte sie auf einem Tisch mit Puppen eine erste Schl\\u00fcsselszene nach und sprach die Worte des Originaldialogs: Sie mimt den Regisseur, der mit der Schauspielerin die Frauenrolle probt: Furcht und Schrecken, die l\\u00e4hmend wirken und sich im Schrei entladen \\u2013 deren fast einzigen Sprache im Film. Einen Film lang wird diese Frau sich wie eine Puppe herumtragen lassen als umk\\u00e4mpfte Troph\\u00e4e, die mit Sch\\u00f6nheit und gutem Herz (den weiblichen \\u00abWaffen\\u00bb in diesem Spiel) die Bestie schliesslich zu z\\u00e4hmen vermag. Das Bild wurde live auf Leinwand \\u00fcbertragen. Wie im Spiel ein Kind machte sich Pascale Grau zum \\u00abLieben Gott\\u00bb, zum Drahtzieher und Einfl\\u00fcsterer, und enth\\u00fcllte die Erz\\u00e4hlung des Films als hochartifizielle Potenzphantasie.<\\\/p><p>In einer sp\\u00e4teren Szene wurde die Performerin zur Leib gewordenen Stimme: sie vertonte live den Kampf zweier Monster. Die physische Gewalt King Kongs ist zu diesem Zeitpunkt bereits sublimiert zur Verteidigung der Frau, der weiblichen Werte. Die Angstschreie der Frau vermischten sich mit den Kampfeslauten, hervor gedr\\u00fcckt und sich \\u00fcberschlagend aus dem K\\u00f6rper der Performerin, die damit an ihre Leistungs- und unsere Schmerzgrenzen r\\u00fchrte. Die \\u00abHysterie der Frau\\u00bb, die ihr von den Regisseuren auf den Leib geschriebene ohnm\\u00e4chtige, weil ziellos \\u00fcberdrehte Angst, wird Motor des Krieges. Wie sehr sie sich dabei selbst zum Monster wandelte, wurde am sich windenden K\\u00f6rper der K\\u00fcnstlerin sichtbar. Das Opfer wurde damit handlungsbestimmend, um den Preis v\\u00f6lliger Selbstaufgabe: es war nur noch Schrei.<\\\/p><p>Die Performerin beanspruchte mit den live produzierten Bildern die Kinoleinwand. \\u00dcber geschickt gesetzte Impulse setzte sie in unsern K\\u00f6pfen das Kino im Kopf in Gang, liess sie uns parallel aus der Erinnerung den Originalfilm abspielen und bot live dazu die Erz\\u00e4hlung davon, was diese Geschichte eigentlich bedeutet. Sie usurpierte die m\\u00e4nnliche Rolle, sie bot der weiblichen ihren K\\u00f6rper an und machte sich dabei mit den ihr zur Verf\\u00fcgung stehenden Mitteln die Leinwand zu eigen als eines der Schlachtfelder der Deutungsmacht, wo Geschlechterrollen verhandelt werden.<\\\/p><p>Der Film \\u2013 einer der ersten Tonfilme \\u2013 hat selbst bereits eine autoreflexive Komponente: Er thematisiert durch die Rahmenhandlung sein \\u00abGemacht-Sein\\u00bb. So gibt es in dem Film eine Szene, in der King Kong im Theater vorgef\\u00fchrt wird und das Publikum kreischend die Flucht ergreift \\u2013 und zugleich ist \\u00fcberliefert, dass das Premierepublikum des Films ebenso aufschrie. Seither sind wir in den Sesselreihen weitgehend verstummt. Pascale Grau f\\u00fcgte dieser Schachtelung der Erz\\u00e4hlebenen noch eine weitere hinzu und schuf dadurch einerseits zwar noch gr\\u00f6ssere (ironische) Distanz. Doch zugleich vergegenw\\u00e4rtigte sie durch ihre \\u00fcberspitzte Identifikation im Schrei sehr direkt den K\\u00f6rper der Schauspielerin und zugleich der exemplarischen Zuschauerin: sie lieh ihnen ihre Stimme.<\\\/p><p><span class=\\\"Apple-style-span\\\">Raus aus den Sesseln! <\\\/span><br \\\/><img class=\\\"alignright size-medium wp-image-197\\\" title=\\\"zimmermann_human_performance_img_8\\\" src=\\\"http:\\\/\\\/www.xcult.org\\\/C\\\/performancechronik\\\/data\\\/wp-content\\\/uploads\\\/zimmermann_human_performance_img_8-700x528.jpg\\\" sizes=\\\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\\\" srcset=\\\"http:\\\/\\\/www.xcult.org\\\/C\\\/performancechronik\\\/data\\\/wp-content\\\/uploads\\\/zimmermann_human_performance_img_8-700x528.jpg 700w, http:\\\/\\\/www.xcult.org\\\/C\\\/performancechronik\\\/data\\\/wp-content\\\/uploads\\\/zimmermann_human_performance_img_8-1024x773.jpg 1024w, http:\\\/\\\/www.xcult.org\\\/C\\\/performancechronik\\\/data\\\/wp-content\\\/uploads\\\/zimmermann_human_performance_img_8.jpg 1481w\\\" alt=\\\"zimmermann_human_performance_img_8\\\" width=\\\"350\\\" height=\\\"264\\\" \\\/>Dieses Stimme Leihen, aus den Sesseln Hieven \\u2013 das passive Konsumieren von Filmen und andern Medien ist genausowenig Sache von Muda Mathis und Sus Zwick.<span class=\\\"Apple-style-span\\\">21<\\\/span> So traten sie ganz w\\u00f6rtlich aus dem Kino heraus und inszenierten anstelle einer Filmprojektion im Aussenraum ein betretbares Filmset.<span class=\\\"Apple-style-span\\\">22<\\\/span> Im Margarethenpark am Basler Stadtrand setzten sich nach Einbruch der Dunkelheit Komparsen, Scheinwerfer und Projektoren in Gang. Das festliche Licht, eilende Schritte, Soundcheck und Fl\\u00fcstern: die Atmosph\\u00e4re eines Drehorts lud den vertrauten Park mit Erwartung auf. Am Fuss dieses bewaldeten H\\u00fcgels verliess, der Legende nach, Margarethe den Zug der Elftausend Jungfrauen und gr\\u00fcndete eine Einsiedelei. Wie nachtaktive Lichtgestalten wuchsen nun die weiss gekleideten Performer\\\/innen aus dem Dickicht. Scheinwerfer und Lautsprecher schienen Regie zu f\\u00fchren wie bei einem grossen Automaten, liessen R\\u00e4ume wie leuchtende Inseln aufund wieder stumm ins Dunkle wegtauchen, historische Miniaturen aufflackern, gl\\u00fchen und fluoreszieren, ein bisschen morbid und jubilierend phantastisch.<\\\/p><p>Die Inszenierung der Legende verwendete die Mittel des Filmsets nicht ohne Ironie \\u2013 die Kost\\u00fcmierung in Bettlaken und Schaffellen, der getragene Tonfall der Sprecherinnenstimmen spielten das historische St\\u00fcck im Modus des Volkstheaters als muntere Parodie, die der erleuchteten Nacht das Pathos nahm. Anders als im Kino erlebten die Zuschauer Lichtspiel und Soundmaschinerie nicht in die Sessel gebannt. Sie waren aufgefordert, sich im Dunkeln des Parks ihren eigenen Weg zu suchen. Licht und Ton wurden eingesetzt, den Besucher g\\u00e4nzlich zu umgarnen, statt ihn im Sicheren zu wiegen. Was auf dem Set fehlte, war die Kamera: Ein jeder Besucher vollzog mit dem Schlag des Augenlides seine eigene \\u00abFilm\\u00bb-Montage und hatte schliesslich eine andere Version gesehen.<\\\/p><p>Das Gel\\u00e4ut des Margarethenkirchleins setzte dem Spuk ein Ende. Wie im Sog bewegten sich die Jungfrauen gegen den H\\u00fcgel, dem das Publikum unwillk\\u00fcrlich folgte. Hier flossen die vielf\\u00e4ltigen Erlebniswelten der Mitwirkenden \\u2013 Auftretende wie Publikum \\u2013 wieder zu einer gemeinsamen Erz\\u00e4hlung zusammen: Im Schlag der Glocke verband sich inszenierte Vergangenheit und das Pr\\u00e4sens der Betrachter und entliess sie in die Nacht an der Stelle, wo bis heute die Kirche an die christliche Legende erinnert.<\\\/p><p>Muda Mathis sagt von sich, dass ihr Verst\\u00e4ndnis von Performance in den 80er Jahren gr\\u00fcnde, im Umfeld von Bewegung und Punk, als Auftreten niederschwellig war: Jede konnte; und was sie nicht konnte, das lernte sie, indem sie es tat. Die Arbeit hat damit latent schon fast etwas P\\u00e4dagogisches: hineinbuttern, ermutigen\\u2026 Bei Mathis und Zwick klingt h\\u00e4ufig ein Aufruf mit zur R\\u00fcckbesinnung auf die eigene Lust an Bild und Spiel. Performance \\u2013 verstanden als ein den Blicken Standhalten und sich \\u00c4ussern \\u2013 t\\u00e4te allen gut, so die unausgesprochene Behauptung. Daraus entstand \\u00fcber die Jahre ein komplexes Werk in den unterschiedlichsten Medien, ein virtuoses, riskantes und hochprofessionelles Spiel von laienhaftem Charme, konzentriert und fr\\u00f6hlich, raffiniert und geistesgegenw\\u00e4rtig und immer nahe an den Themen, die im Alltag bewegen und nicht nur gesetzt, ausgedacht sind. Auch ausserhalb der eigentlichen Auftritte verf\\u00fcgen die beiden K\\u00fcnstlerinnen so \\u00fcber eine Pr\\u00e4senz, die unersch\\u00f6pflich scheint und viele der hier beschriebenen Arbeiten auch mitgespeist hat: Ideen, Anteilnahme, Meinungen fliessen in Basel hin und her. <span class=\\\"Apple-style-span\\\">23<\\\/span><\\\/p><p><span class=\\\"Apple-style-span\\\">Sich den Projektionen entgegen stellen <\\\/span><br \\\/><img class=\\\"alignleft size-medium wp-image-198\\\" title=\\\"zimmermann_human_performance_img_9\\\" src=\\\"http:\\\/\\\/www.xcult.org\\\/C\\\/performancechronik\\\/data\\\/wp-content\\\/uploads\\\/zimmermann_human_performance_img_9-700x528.jpg\\\" alt=\\\"zimmermann_human_performance_img_9\\\" width=\\\"350\\\" height=\\\"263\\\" \\\/>Diese Art von ermutigendem Gespr\\u00e4ch erleichtert es oft, herauzutreten und seine Arbeit zur Disposition zu stellen. Das interessiert besonders Barbara Naegelin <span class=\\\"Apple-style-span\\\">24<\\\/span> in \\u00abDer Schmetterling\\u00bb. <span class=\\\"Apple-style-span\\\">25<\\\/span> Auf der dunklen B\\u00fchne erschien, in schwachem Licht kaum sichtbar, eine einsame Gestalt. Und wo sie Stirn und Brust hinhielt, fing sie die Projektion einer Schrift auf \\u2013 Begr\\u00fcssung und Bekenntnis: \\u00abHallo! Ich habe Angst im Dunklen.\\u00bb Nur indem sie sich dieser Angst entgegenstellte, wurde die Performende sichtbar. Da stand sie also, als die Tonspur einsetzte: innere Stimmen, Einfl\\u00fcsterungen, Versagens\\u00e4ngste, Spekulationen \\u00fcber die Missgunst des Publikums, erbarmungslose Selbstzweifel und Gewissenspr\\u00fcfung. Wedelnde Handbewegungen liessen nun K\\u00f6pfe sichtbar werden, kleine Barbara Naegelins, die sie wie die griechischen Winde umschw\\u00e4rmten. Und je mehr sie diese zu verscheuchen suchte, desto deutlicher erschienen sie. Es war eine Art Jonglieren, ein System, das stete Anstrengung nur in der Schwebe hielt \\u2013 und doch hielt sie Stand und sammelte die Kraft zu einem innigen kleinen Schlusslied: \\u00abButterfly, flying high\\u2026\\u00bb: Im Singen Mut fassend deutete sich ihr Wedeln um \\u2013 irgendwo zwischen fahrig und t\\u00e4nzerisch \\u2013 als Anlauf zum Fliegen. Der innere Dialog einer Exponierten wurde so zur Erz\\u00e4hlung auch dar\\u00fcber, wie und wo Kunst entsteht.<\\\/p><p>Sich den Projektionen und Zuschreibungen entgegen zu stellen, ihnen \\u00abWiderstand\\u00bb zu leisten oder auch sie \\u00fcberzustreifen wie ein Kost\\u00fcm, als geliehene Erfahrung. Viele der Performer\\\/innen, die in den letzten Jahren in der Schweiz zu beobachten waren, nutzen die M\\u00f6glichkeiten der Projektion im w\\u00f6rtlichen und \\u00fcbertragenen Sinn. Sie lassen auf der Leinwand den sonst dem Blick entzogenen inneren Raum der W\\u00fcnsche und \\u00c4ngste aufscheinen. Oder aber sie binden umgekehrt die Bilder kommerzieller Filme und anderer normativer Vorstellungen im Medium des K\\u00f6rpers, holen sie in die Gegenwart und testen sie am eigenen Ich. Einzelne Performer\\\/innen wagen es, den eigenen K\\u00f6rper gegen die scheinbar \\u00fcberm\\u00e4chtige Bilderflut zu halten, als Verlebendigte, sozusagen aus dem Film gefallene Protagonisten oder als exemplarische Konsumentinnen, die eigene und alternative Lekt\\u00fcren vorschlagen. Manche K\\u00fcnstler und K\\u00fcnstlerinnen machen sich in Performances Strategien der Verf\\u00fchrung und Werbung zu eigen und nehmen diese Konkurrenz um die Aufmerksamkeit des Publikums auf. Und wieder andere verwenden die Mittel der Unterhaltungsbranche gerade dezidiert anders: exponieren sich weniger via Kamera, als dass sie sich hinter der Projektionsfl\\u00e4che verbergen. Projektion und Pr\\u00e4senz sind keine Gegens\\u00e4tze, genauso wenig, wie medial Vermitteltes und selbst Erfahrenes sich kategoriell unterscheiden liessen. So gesehen arbeiten gerade auch die \\u00abtraditionellen\\u00bb B\\u00fchnenperformer, die Scheinwerfer und Aufmerksamkeit f\\u00fcr eine konzentrierte und limitierte Zeit beanspruchen, an dieser oft grausamen und faszinierenden Schnittstelle der Identit\\u00e4tsbildung, wo Medien und K\\u00f6rper sich durchdringen.<\\\/p><p>\\u2014<\\\/p><p><span class=\\\"Apple-style-span\\\">1<\\\/span> Wohl begr\\u00fcndet in meiner Rolle als Veranstalterin, ist mein Ansatz hier eher ein produktions-, denn ein rezeptions\\u00e4sthetischer. Ich nutze dabei meine Erfahrungen im vom Video stark gepr\\u00e4gten Basler Umfeld und blicke zur\\u00fcck auf Performances, deren direkte Zeugin und manchmal Gastgeberin ich war. So entsteht ein Text, der unterschwellig und vielleicht auch manchmal unbewusst zugleich ein St\\u00fcck meiner Biografie miterz\\u00e4hlt.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">2<\\\/span> Geboren 1964 bzw. 1962. K\\u00f6ppl ist Absolvent der HGK Z\\u00fcrich und lebt auch da, Zacek ausgebildeter Hochbauzeichner und lebt in Biel.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">3<\\\/span> Entwickelt f\\u00fcr den Kaskadenkondensator Basel, 22. Dezember 1998. Der Titel bezieht sich auf die damalige Bombardierung von Bagdad durch US-amerikanische Flugzeuge.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">4<\\\/span> Kaskadenkondensator Basel, 21. Dezember 1999 ^<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">5<\\\/span> \\u00abJane from the Dark\\u00bb, entwickelt f\\u00fcr den Kaskadenkondensator Basel, 26. Oktober 1999<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">6<\\\/span> Geboren 1971, Absolventin der Ecole des Beaux-Arts in Sion\\\/Sierre, lebt in Basel.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">7<\\\/span> \\u00abBB\\u00bb, uraufgef\\u00fchrt 2001 an den NRW- Performancetagen (D\\u00fcsseldorf, K\\u00f6ln, M\\u00fcnster, Essen), im selben Jahr gezeigt bei Bildwechsel in Hamburg, im Theater an der Winkelwiese und im Neumarkt-Theater in Z\\u00fcrich, im Kaskadenkondensator, bei \\u00abI love video-art\\u00bb in Strasbourg, im Kunstverein Freiburg i. B. und im [plug.in], Forum f\\u00fcr Neue Medien in Basel.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">8<\\\/span> Ein Thema in diesem Zusammenhang w\\u00e4ren nat\\u00fcrlich auch die Performances f\\u00fcr die Kamera: Besonders raffiniert und zugleich einfach gelingt Genevi\\u00e8ve Favre eine mediale Aufaddierung: Sie filmt in \\u00abFor my camera\\u00bb (1999) mit einer Digitalkamera ihren Mund beim Singen und dreht dabei den kleinen Bildschirm der Kamera so, dass das Bild den Mund verdeckt und ein scheinbar autonomer, tanzender Mund zum Teil des Gesichts wird. Und nat\\u00fcrlich gibt es auch in der Schweiz begnadete SelbstdarstellerInnen, welche die Kamera als Voyeur anspornt: Ursula Hodel etwa, oder auch Heinrich Gartentor.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">9<\\\/span> Geboren 1967 in Z\\u00fcrich, lebt in Berlin.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">10<\\\/span> \\u00abService \\u2013 ein Videofongespr\\u00e4ch\\u00bb, uraufgef\\u00fchrt am SOLO LALA, 3. internationales SolistInnenfestival, Hochzeitsraum Strelitzerstrasse Berlin am 16. Dezember 1996, danach bis 2000 gezeigt am Performance-Festival KuLe Berlin, bei \\u00abCluster\\u00bb, Festival<br \\\/>f\\u00fcr Neue Musik Weimar, im OFK Raum f\\u00fcr Performance Offenbach, Kaskadenkondensator Basel und an der Hochschule f\\u00fcr Bildende K\\u00fcnste Hannover.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">11<\\\/span> Geboren 1964, ausgebildet an der F+F Z\\u00fcrich und der HGK Basel, lebt in Z\\u00fcrich.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">12<\\\/span> \\u00abBruderherz\\u00bb, entwickelt f\\u00fcr den Kaskadenkondensator, 26. Januar 1999<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">13<\\\/span> 27. August bis 2. September 2001, entwickelt f\\u00fcr die \\u00abHelllen N\\u00e4chte\\u00bb, ein Projekt der Kunstvereine von Binningen, Bottmingen und Reinach, kuratiert von Andrea Saemann und Annina Zimmermann.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">14<\\\/span> Geboren 1965 in Zeist, Holland, ausgebildet u.a. an der ESAV in Genf, lebt in Genf und Barcelona.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">15<\\\/span> Uraufgef\\u00fchrt am 31. M\\u00e4rz 1999 in der Usine Gen\\u00e8ve, im selben Jahr gezeigt am \\u00abPerformance Index\\u00bb Basel und im Istituto Svizzero di Roma.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">16<\\\/span> Uraufgef\\u00fchrt am 5. September 1999 am Performance-Weekend \\u00abKilling Me Softly\\u00bb in der Kunsthalle Bern, bis 2000 gezeigt an der \\u00ab8\\u00b0 Biennale de l\\u2019Image en Mouvement\\u00bb Genf, in der Escola Massana Barcelona, in Le Hall, Ecole nationale des Beaux-Arts Lyon, Kaskadenkondensator Basel, \\u00abCopyright, Copywrong\\u00bb im Le Lieu Unique, Ecole r\\u00e9gionale des Beaux-Arts Nantes, und bei \\u00abPulsions\\u00bb Centre culturel Suisse Paris, z.T. unter dem deutschen Titel \\u00abF\\u00fcr Uns\\u00bb.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">17<\\\/span> Geboren 1962, Absolventin der Hochschule f\\u00fcr Bildende K\\u00fcnste Hamburg, lebt in Basel.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">18<\\\/span> Uraufgef\\u00fchrt am 14. April 1999 im Rahmen der \\u00abK\\u00fcnstlergespr\\u00e4che 2000\\u00bb des Kunstkredit Basel-Stadt im Kino Movie Basel, danach bis 2001 gezeigt an den NRW- Performancetagen (D\\u00fcsseldorf, K\\u00f6ln, M\\u00fcnster, Essen), bei Bildwechsel in Hamburg, im Theater an der Winkelwiese und im Neumarkt Theater in Z\\u00fcrich, im Irish Museum of Modern Art Dublin, bei plug in Basel, bei \\u00abbone 4, Performance Szene Schweiz\\u00bb Bern.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">19<\\\/span> Geboren 1960, Absolventin der Hochschule f\\u00fcr Bildende K\\u00fcnste Hamburg, lebt in Basel.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">20<\\\/span> \\u00abEnhanced by King Kong\\u00bb, uraufgef\\u00fchrt am 14. April 1999 im Rahmen der \\u00abK\\u00fcnstlergespr\\u00e4che 2000\\u00bb des Kunstkredit Basel-Stadt im Kino Movie Basel, danach bis 2004 gezeigt in der Kunsthalle Bern, dem Centre Georges Pompidou Paris, am Exitfestival Helsinki, im Irish Museum of Modern Art Dublin, bei \\u00abbone 4, Performance Szene Schweiz\\u00bb Bern, bei \\u00abin between\\u00bb Kunsthaus Langenthal; Museum f\\u00fcr Gestaltung Z\\u00fcrich, Kunstverein Freiburg, forum itin\\u00e9rant Strasbourg, MAD03 Madrid, IVAM Valencia.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">21<\\\/span> Geboren 1959 und 1950, leben in Basel und im grenznahen Elsass.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">22<\\\/span> \\u00ab11\\u2018001 Jungfrauen\\u00bb, entwickelt f\\u00fcr die \\u00abHellen N\\u00e4chte\\u00bb, ein Projekt der Kunstvereine von Binningen, Bottmingen und Reinach, kuratiert von Andrea Saemann und Annina Zimmermann, 24. August 2001. Performer\\\/innen: Nicole Cavin, Martina Gm\\u00fcr, Pia Huber, Fr\\u00e4nzi Mad\\u00f6rin, Muda Mathis, Christoph Oertli, Chris Regn, Gabriele R\\u00e9rat, Hagar Schmidhalter, Judith Spiess, Cornelia Staffelbach, Sus Zwick.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">23<\\\/span> So besonders mit den andern Mitgliedern der Performancegruppe \\u00abLes Reines Prochaines\\u00bb (zur Zeit auch on tour: Mich\\u00e8le Fuchs, Fr\\u00e4nzi Mad\\u00f6rin, Barbara Naegelin, ), der Performancegruppe \\u00abGabi\\u00bb (Martin Blum, Lena Eriksson, Haimo Ganz, Martina Gm\\u00fcr, Muda Mathis, Gabriele R\\u00e9rat, Hagar Schmidhalter, Chen Tan, Franziska W\\u00fcsten) oder auch den Kolleginnen des \\u00ab1. Manifest grosser und angesehener K\\u00fcnstlerinnen\\u00bb (Monika Dillier, Lisa Fuchs, Pascale Grau, Barbara Naegelin, Andrea Saemann), Chris Regn von bildwechsel in Hamburg und dem Ingenieur Valentin Spiess, i-art Basel.<br \\\/><span class=\\\"Apple-style-span\\\">24<\\\/span> Geboren 1967, lebt in Basel. Ausbildung an den Fachhochschulen von Luzern und Basel, Mitglied von \\u00abLes Reines prochaines\\u00bb seit 2002, und von \\u00abButch & Baumann\\u00bb, gemeinsam mit Iris B\\u00e9atrice Baumann und Tiina Z\\u2019Rotz. 25 Uraufgef\\u00fchrt Anfang 2002 im Rahmen der Ausstellung \\u00abLa vita \\u00e8 bella\\u00bb der HGK Basel im [plug.in] Basel, danach gezeigt f\\u00fcr \\u00abArtists on the Road\\u00bb auf dem NT Areal (Wagenmeister). Das formale Konzept dieser Performance entwickelte Naegelin gemeinsam mit Susanne Hofer.<\\\/p><p>Herzlichen Dank den K\\u00fcnstler\\\/innen f\\u00fcr den Gedankentausch und Katrin Gr\\u00f6gel, Kunsthistorikerin in Basel, f\\u00fcr das engagierte Lektorat.<\\\/p><\\\/div>\",\"align\":\"bottom\",\"row\":1,\"col\":3,\"colspan\":6,\"offsetx\":0,\"offsety\":0,\"spaceabove\":0,\"spacebelow\":0,\"yvel\":0,\"push\":3}],\"leftFrameMargin\":5,\"rightFrameMargin\":5}","phonegrid":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/performancechronikbasel.ch\/v1_2603\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/554","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/performancechronikbasel.ch\/v1_2603\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/performancechronikbasel.ch\/v1_2603\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/performancechronikbasel.ch\/v1_2603\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/performancechronikbasel.ch\/v1_2603\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=554"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/performancechronikbasel.ch\/v1_2603\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/554\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/performancechronikbasel.ch\/v1_2603\/wp-json\/wp\/v2\/media\/33"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/performancechronikbasel.ch\/v1_2603\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=554"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/performancechronikbasel.ch\/v1_2603\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=554"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/performancechronikbasel.ch\/v1_2603\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=554"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}