Publikation »Aufzeichnen und Erinnern« (1987-2006) Performance Chronik Basel Band II, STAMPA Basel, 8. Dezember 2016

Die Publikation beleuchtet: Wie werden in den 1990er Jahren Performances kuratiert? Was ist ihre Schnittstelle zu Musik, Theater, Recherche, Alltag, Popkultur und Video? Und befragt: Was sind die geeigneten Formate, Performances zu erinnern und aufzuzeichnen? Der aktuelle Band der »Performance Chronik Basel« setzt sich intensiv mit neu recherchiertem Ton-, Bild-, Text- und Video-Material von Performances aus den Jahren 1987 bis 2006 auseinander. Anhand dieser Materialsammlung sind Erinnerungstexte, Interviews und Reflexionstexte zahlreicher Autor_innen entstanden, die Themen wie Kollektives Arbeiten, Produktionsbedingungen, feministischer Aktivismus, Theater-, Musik- und Medientransfers sowie die Förderung, Lehre und Bedeutung von Performances im öffentlichen Raum diskutieren.
Mit Beiträgen von Linda Cassens Stoian, Carola Dertnig & Felicitas Thun-Hohenstein, Sabine Gebhardt Fink, Justin Hoffmann, Chus Martinez, Muda Mathis, Lilo Nein, Dorothee Richter, Heike Roms, Andrea Saemann, Marianne Schuppe, Margarit von Büren, Jörg Wiesel, Isabel Zürcher und Erinnerungstexten und Interviews mit Ariane Andereggen, Linda Cassens Stoian, Simone Etter, Markus Goessi, Pascale Grau, Daniel Häni, Judith Huber, Silvana Iannetta, & Marion Ritzmann, Birgit Krüger (Copa & Sordes), Heinrich Lüber, Muda Mathis, Chris Regn, Dorothea Rust, Martina Siegwolf, Alex Silber (B. Hagen), Steffi Weismann.
Nach den bewegten 1980er Jahren werden bewährte Strategien professionalisiert. Eine neue Generation von Künstler_innen und Vermittler_innen in Basel schaffen sich bessere Produktionsbedingungen. Die politischen und subkulturellen Vorzeichen fliessen in die Kunst und Vermittlung ein. Es entstehen neue Initiativen, Gruppen, selbstorganisierte Kunsträume, Atelierhäuser und Festivals, die vom Kunstbetrieb und der Förderung vermehrt ernstgenommen werden. Die Themenfelder und Vorgehensweisen innerhalb der Performance Kunst erweitern sich und berühren durch die unterschiedlichen Produktionsmöglichkeiten und Aufführungspraxen sowie neuen Raumbedingungen und aktuellen Theorien weitere Genres wie Video, Musik, Theater, Zirkus und Tanz.